Dreitausend Jahre auf einem Hügel
Die Heimat der Čuljak ist alt. Der Hügel war Wehranlage, Grenzwacht und Friedhof, lange bevor sein Name zum ersten Mal auf Papier stand.
An der Westflanke des Hügels verbirgt sich eine illyrische Wallburg (gradina) mit einem Trockenstein-Wall von 230–250 m Länge — möglicherweise von den Ardiäern, die hier die Ankunft der Slawen erwarteten.
Der Raum Ljubuški wird römisch; Grabinschriften belegen Legionsteile und Hilfskohorten. Wenige Kilometer entfernt entsteht bei Humac ein bedeutendes Militärlager.
Die Landschaft gehört zum mittelalterlichen bosnischen Staat und fällt an das Adelsgeschlecht der Kosača unter Herzog Stjepan Vukčić — nach ihm trägt die Herzegowina ihren Namen. Aus dieser Zeit stammen die stećci, die auch bei Klobuk stehen.
In einer osmanischen Dörferliste von 1585 wird Klobuk erstmals urkundlich genannt. Die Katholiken feiern ihre Messe heimlich auf dem Hügel Markovište — ein Brauch, an den bis heute erinnert wird.
Das Familienwappen nennt die Jahreszahl 1701 und den Ort Klobuk. In den Pfarrmatrikeln erscheint der Name Čuljak erstmals 1860 bei der Taufe der Iva, Tochter des Martin Čuljak.
Am 1. Mai 1873 wird Klobuk eine eigenständige Pfarrei (sv. Marka) — mit 5 Dörfern, 243 Häusern und 1.607 Gläubigen. 1907 öffnet die Dorfschule.
Wie weite Teile der Herzegowina erlebt Klobuk eine große Auswanderung — nach Kroatien, Deutschland, in die Neue Welt bis nach Argentinien. Die Pfarrei begeht 2023 ihr 150-jähriges Bestehen.
